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Seminare | Kurse
"Baumkraft - Kräuterzauber und Pflanzenweisheiten"
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Nussschnaps - Nocino

Erzählungen, Geschichten und Rezepte

Das Wunder unter der Schale

Hier das „Geschenk“ das ich vor Jahren von Guiseppe aus Gudo (Tessin) erhalten habe:

21 grüne Nüsse aus Nachbars Garten am 21. Juni in der Nacht gesammelt.

In Halbe Stücke schneiden.

1 Liter Grappa

(wenn möglich einen 3 – 5 Jahre alten Grappa in dem schon Weinraute eingelegt ist)

Gewürze:

Sternanis, Gewürznelke, Vanilleschoten, Macis, Muskatnuss, Zimtstange, Beifuss und Wermuth

(von beiden nur ganz wenig),

römische Kamille, Piment  und Weinraute (kommt erst am Schluss – siehe unten) dazu.

In einem Einmachglas ansetzen und 45 Tage an die Sonne stellen.

Danach ab sieben, auspressen und ca. 250 g Zucker beifügen.

Nochmals 21 Tage an die Sonne stellen.

Jetzt nochmals filtrieren und in kleinen 250 ml Flaschen abfüllen.

In jede Flasche wird ein kleiner Zweig Weinraute gegeben.

Dieser bleibt drin.

(Danke Guiseppe! Dein Rezept schmeckt mir sehr und hat mir schon oft gute Dienste geleistet!)

Weitere Rezepte findest Du hier als PDF-Datei zum Downloaden und Ausdrucken:

Nussschnaps:

Nussschalen-Sirup:

Nussbaum-Blätter:

miron_apothekerflasche

Nussschalen-Sirup:

Mit der herkömmlichen Zubereitung von Kräuter-Sirups gab ich mich nicht zufrieden und begann vor vielen Jahren mit einer weiteren Möglichkeit zu arbeiten:

Wir sammeln die noch jungen, grünen Baumnüsse ab dem 21. Juni bis in den Juli hinein.

Nun brauchen wir 500 g davon, schneiden diese in Viertelstücke.

In ein Glas decken wir den Boden mit gutem HONIG. Aus diesen Honig legen wir eine erste Schicht der geschnitten Walnüsse. Wieder kommt eine Schicht Honig und zwar so viel, dass die Nüsse gerade zugedeckt sind. Nun kommt wieder eine Schicht Nüsse – diese wieder mit Honig zudecken. So geht es abwechslungsweise weiter bis das Glas gut gefüllt ist.

Für das weitere Vorgehen haben wir nun zwei Möglichkeiten:

A.)   Jetzt stellen wir das Glas, den Deckel nur leicht aufgelegt, für 7 Tage – 3 Wochen an die Sonne.

Das Ganze sieben wir anschliessend ab und wir erhalten einen Walnuss-Honigsirup.

Diesen verwenden wir Kaffeelöffelweise (täglich 1 – 3 Kaffeelöffel) oder auch als Brotaufstrich.

B.)   Wir verschliessen das Glas und betten es im Garten in etwa 20 – 30 cm Tiefe in die Erde ein. Decken das Glas mit der Erde wieder zu und lassen es über 3 Monate in der Erde. Danach wieder ausgraben, durchsieben und geniessen!

Auf diese Weise lassen sich auch alle anderen Kräutersirupe zubereiten.

Zur Honigwahl:

Ein guter und feiner Honig zu wählen kommt dem Honigauszug zu Gute. Daher möchte ich hier auch eine persönliche Empfehlung für jene, die Honig keine Bienenvölker halten, eine gute Honigquelle mitgeben:

Die Imkerei Klaus Ahrens in D-29328 Fassberg:

Imkerei Ahrens

http://imkerei-ahrens.de

Selbstverständlich ist der Honig aus der eigenen Gegend in der wir leben stets vor zu ziehen. Wichtig ist dabei, dass darauf geachtet wird, dass die Bienenvölker auch eine entsprechende bienengerechte und liebevolle Haltung und Pflege erfahren (Winterfütterungen u.s.w. sind die Kriterien).


Weitere Rezepte findest Du hier als PDF-Dateien zum Downloaden und Ausdrucken:

Walnuss-Sirup:

Walnussschnaps:

Nussbaum-Blätter:

Walnuss mit Laub

Baumnuss-Blätter

Geschichten, Anwendungen und Rezepte

Allein zu den Anwendungen der Baumnuss-Blätter liesse sich ein ordentliches Buch schreiben. Die alten Überlieferungen weisen darauf hin, dass die Blätter schon sehr bald mit dem Ankommen des Walnussbaumes

aus den „fremden Ländern“ in den nördlichen Regionen Europas, zum festen Bestandteil des täglichen Lebens wurden. Wahrscheinlich wurden viele dieser Anwendungen auch mit dem Ansiedeln des Nussbaumes mitgebracht.

Zahlreiche Nutzungsmöglichkeiten sind im Laufe der Jahrhunderte fast vollständig in Vergessenheit geraten.

Andere haben sich über die Zeiten hinweg verändert und den jeweiligen Bedürfnissen und Möglichkeiten angepasst und wiederum andere Formen der Verwendungen sind erhalten geblieben. Die letzteren Anleitungen sind oftmals weit über 500 Jahre alt. Ihren Beschreibungen begegnen wir in den alten Handschriften kräuterheilkundiger Menschen, wie auch in Grimoarien, den alten „Zauberbüchern“. Aus diesen Zeiten stammen viele Hinweise, die beim ersten Betrachten eher ein Lächeln im Gesicht des „modern“ denkenden Menschen wecken, jedoch bei tieferem Hinschauen, Nachspüren und Nachdenken sich tiefes Wissen finden lässt.

Blattknospen

So kommen wir nun zu ein paar Rezepten und deren Anwendungen. Beginnen wir mit dem

„Traum- und Schlafkissen“

Getrocknete Nussbaumblätter, Wurmfarn, Lavendel, Rosenblüten und Honigklee

(evtl. noch etwas Hopfenblüten).

1/3 Nussbaumblätter; die restlichen 2/3 werden in gleichmässigen Anteilen auf die übrigen Kräuter verteilt.

Diese Mischung in ein Stoffbeutel oder Kissenüberzug. Den „Traumbeutel“ legen wir unter das Kopfkissen und lassen uns von ihm in einen erholsamen Schlaf mit guten Träumen hinein tragen.

Zum Schutz vor Insektenbefall:

Einen guten Büschel von Nussbaumblätter zusammen binden und im Raumaufhängen (eventl. Braucht es mehrere – je nach Raumgrösse).

Wunden Füssen vorbeugen:

In Vorbereitung auf lange Fusswege hat sich der Mensch Walnussbaum-Blätter getrocknet und fein zerrieben. Diesen Puder hat auf die Fusssohlen gestreut und damit die Haut widerstandsfähiger gemacht. Lange Wanderungen müssen nicht mit Blasen und wunden Füssen einhergehen!

Räucherungen

Diesen haben verschieden Bereiche in denen wir sie einsetzen können:

A.)

Vorbeugend wie auch behandelt zur Desinfektion von Wohnräumen, Gefässen und Stallung bei Pilz- und Insektenbefall und

B.)

in Situationen in den Unklarheit und Entscheidungsschwierigkeiten gegeben sind.

Der Geist des Nussbaumes zeigt sich von seiner klärenden, befreienden und reinigenden Seite. So dass innere Ruhe im Gedankenstrom eintritt und die Stimme des Bauches und des Herzens wieder vernommen werden kann

Die Räucherung ist am besten in den Dämmerungszeiten des Abends und / oder des Morgens vor zu nehmen.

Blattwerk


Weitere Rezepte findest Du hier als PDF-Dateien zum Downloaden und Ausdrucken:

Nussbaum-Blätter:

Nuss-Schnaps:

Nuss-Sirup:

Zwei Fragen - zwei Ergänzungen zum Nuss-Schnaps - Haselnüsse und Nuss-Sirup

zum Nuss-Schnaps:

auch wenn der 21. Juni für dieses Jahr schon vorbei ist, lassen sich dennoch bis so ca. Mitte Juli die "Grünen Baumnüsse" zum "Nocino" verarbeiten. Je nach Region ist der Reifegrad der Nüsse auch unterschiedlich. Wichtig ist allein, dass sie im Innern noch keine wirklich feste Schalenbildung haben.

Auf die gleiche Weise lassen sich auch "grüne" Haselnüsse zu einem Likör ansetzen. Schmeck auch sehr vorzüglich :-).

zum Nuss-Sirup:

Die Zubereitung des Nuss-Sirups, wie ich sie hier beschrieben habe ist eine andere Zubereitung als die des Nuss-Schalensirupes. Den Nuss-Schalensirup bereiten wir erst im Herbst mit den festen, grünen Schalen der Walnuss zu. Die Anleitung zur Zubereitung folgt im September - frühzeitig, bevor die Ernte der Baumnüsse beginnt.

Bei dieser Gelegenheit gibt es auch Erzählungen und Anwenungsbeschreibungen zu den "Nusskreuzchen" nach zu lesen.

Und nun Freude und Herzlichkeit.

Aktualisiert (Montag, den 27. Juni 2011 um 13:12 Uhr)

 

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